Laucke Siebein — Image / Text
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Wechselseitig

Arbeitsweise — Zu Beginn unserer Karriere neigten wir dazu, jeweils nur ein Konzept auszuarbeiten. Den in vielen Stunden sorgfältig ausgearbeiteten Entwurf haben wir dann in einer Art Überraschungsangriff an unsere Auftraggeber präsentiert. Diese Taktik entstand aus der akademischen Ausbildungstradition, in der wir zu „Formmeister*innen mit Deutungshoheit“ erzogen werden sollten.

Von dieser „Strategie“ haben wir seit vielen Jahren Abstand genommen. Sie führt zu gegenseitigem Misstrauen und ist ungeeignet um Resultate zu erlangen, mit denen unsere Auftraggeber sich identifizieren können. Heute hantieren wir eine Arbeitsweise in der wir früh im Prozess viele Konzepte visualisieren und an unsere Kunden pitchen. Diese Praxis hat den Vorteil, dass wir in relativ wenig Arbeitsstunden eine Vielzahl an Perspektiven und Lösungsansätzen anbieten können und somit in der Lage sind, unsere Kunden rechtzeitig am kreativen Prozess teilhaben zu lassen. Die Dynamik, die durch diese Wechselseitigkeit entsteht, gewährleistet ein Resultat, das von allen Beteiligten angenommen werden kann. Denn damit das Unternehmen auf die Produktion neuer Ideen ausgerichtet sein kann, bedarf es eines Rahmens gemeinsamer Identitäten und Werte.

Am liebsten ist es uns, wenn am Ende niemand mehr weiß, wer welche Idee hatte. Wir oder unsere Auftraggeber.

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